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Kommentar zur US Wahl-Prognose

Nach dem unerwarteten Wahlausgang in den USA wurde zunächst polemisiert “die Meinungsforschung hat versagt“ und es wurde fröhlich interpretiert woran es wohl lag: “Schweigende Mehrheiten“, „die große Wut der kleinen Wähler“, “ein tief gespaltenes Amerika“ wurden von den gleichen Medien zitiert, die vorher Clinton zur sicheren US Präsidentin ausgerufen hatten.

Wir möchten uns hier jeglicher politischer Interpretation enthalten und nüchtern-mathematisch der Frage nachgehen: Wie konnte es zu einer so völlig falschen Wahlvoraussage kommen? Bei unserer Analyse sind wir aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen.

Tendenziell waren die Umfragen in den USA nicht falsch: Clinton erreichte ja ca. 2,3 Mio. Stimmen mehr als Trump (Popular Vote, Stand 27.11.). Nur reichte es aufgrund des amerikanischen Wahlsystems eben nicht zum Sieg. Hier die drei häufigsten Fehler in der Wahlprognose:

1. Viel zu kleine Stichproben, keine Beachtung von Signifikanzen

Für eine Voraussage bei ca. 135 Mio. Wählern in 50(!) einzelnen Staaten ist eine einmalige Befragung von 1-5.000 Wählern/Welle national viel zu wenig. Korrekt wären Befragungen in jedem einzelnen Bundesstaat gewesen. Dies aber war den Instituten und Medien wahrscheinlich zu aufwendig und zu teuer.

Es ging ja auch nur um eine treffende Prognose für die Wahl des vermutlich mächtigsten Staatsamtes auf unserem Planeten.

Alternativ und damit schneller und preiswerter hätte man eine national viel größere Stichprobe wählen können. Diese Methode ist nicht ganz so präzise wie die vorgenannte, wenn aber die Abstände zwischen den beiden Kandidaten groß genug sind, ist sie hinreichend. Keinesfalls jedoch darf man bei einer nationalen Befragung mit z. B. 2.000 Interviews und 2% Differenz einen Sieger ausrufen!

Um ein ausreichend sicheres Ergebnis publizieren zu können, hätte es bei dem komplexen amerikanischen Wahlmännersystem eines viel größeren Abstandes der Stimmen bedurft – oder eben besser eine Auswertung der Interviews pro Staat und Zuordnung der Stimmen auf die Wahlmänner.

2. Falsche Zielgruppe / falsches Sample

Offenbar aus zeitlichen und finanziellen Gründen hat man nicht eine Stichprobe aller Wähler befragt, sondern sich auf sichere Wähler beschränkt (“haben Sie auch beim letzten Mal gewählt?“).

Als ob dies nicht schon eine recht kühne Beschränkung der Befragten wäre, hat man sich zum Zweiten auch noch auf die sogenannten Swing-States beschränkt, also auf die Staaten, von denen man glaubte, dass sie im Ergebnis unsicher seien.

Bei so viel Beschränkung (wie gesagt: wir sprechen ja „nur“ vom wichtigsten Staatsamt der Welt) verwundert es geradezu positiv, dass die Befragungen recht präzise den 2%-igen Stimmenvorsprung von Clinton vorhergesagt haben. Nur hatte man die Rechnung ohne die Zurechnung der Stimmen auf die Wahlmänner in den einzelnen Staaten gemacht. Für uns ein klarer Lapsus in der Interpretation und Auswertung.

3. Falsche Methoden (bei gegebenen Zeit- und Finanzrahmen)

In der Wahlforschung üblich und häufig verwendet sind direkte persönliche Interviews und Telefoninterviews, weil man korrekterweise davon ausgeht, dass nicht alle Wähler einen Internetanschluss haben. In wie weit der Prozentanteil der Internet-abstinenten heutzutage in den USA noch eine Rolle spielen mag, sei dahingestellt. Fakt ist: Diese persönlichen Interviews benötigen etwas mehr Zeit und Geld. Vielleicht daher die kleinen Stichproben? Außerdem verleitet der persönliche Kontakt mit dem Interviewer manchen Befragten zu  einer „politisch korrekten“ Antwort. Und die hieß Clinton.

Die in der FMCG- und Dienstleistungs-Industrie üblichen modernen Onlinemethoden sind heute in der Lage, zu vertretbaren Kosten sowohl national kurzfristig große Mengen an Interviews durchzuführen als auch diese z. B. via Postleitzahlen einzelnen Regionen, also auch Staaten zuzuordnen.

Unser Fazit

Natürlich hätte man es besser machen können. Dass die Wahlforscher, bei den ihnen bekannten geringen Differenzen in Verbindung mit dem komplexen amerikanischen Wahlmännersystem, nicht mehr Aufwand verlangt und betrieben haben, ist genauso erstaunlich und leichtfertig wie die Berichterstattung der Medien. Man sollte doch annehmen, dass bei einer so knappen Prognose für die Wahl zum wichtigsten Staatsamt der USA mindestens die methodische Zuverlässigkeit hinterfragt wird.

Wie auch immer: Für die Dienstleistungs- und FMCG-Marktforschung gilt: Intelligente und kreative Marktforschung lieferte und liefert natürlich auch weiterhin die richtigen Ergebnisse für (fast) jede Art von Entscheidungen!

Quellenangabe:
Den aktuellen Stand zur Auszählung der US Wahl erfahren Sie unter „Popular Vote“:  http://cookpolitical.com/story/10174
Zur Komplexität des amerikanischen Wahlsystems: http://www.npr.org/2016/11/02/500112248/how-to-win-the-presidency-with-27-percent-of-the-popular-vote

 

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